Gesundheit

Magnesium Glycinat Wirkung: Was es kann & für wen es sich eignet

Die Magnesium Glycinat Wirkung beschäftigt viele Menschen, die ihre Magnesiumversorgung gezielt unterstützen möchten. Magnesiumglycinat ist eine Verbindung aus dem Mineralstoff Magnesium und der Aminosäure Glycin – und zählt zu den beliebtesten Magnesiumformen in Nahrungsergänzungsmitteln.

Magnesium gehört zu den essenziellen Mineralstoffen: Der Körper kann es nicht selbst herstellen, ist aber auf eine regelmäßige Zufuhr angewiesen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was Magnesiumglycinat auszeichnet, wie es im Körper wirkt, für wen es sich eignet und worauf Sie bei Einnahme, Verträglichkeit und Kauf achten sollten.

Was ist Magnesiumglycinat?

Magnesiumglycinat ist eine chemische Verbindung aus dem Mineralstoff Magnesium und der Aminosäure Glycin. Es handelt sich um eine Form von Magnesium, die in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet wird. Im Vergleich zu anderen Magnesiumformen gilt Magnesiumglycinat grundsätzlich als besonders magenfreundlich und gut verträglich.

Bei Magnesiumglycinat ist das Magnesium an das Glycin gebunden. Diese gebundene Form wird auch als Chelat bezeichnet. In Nahrungsergänzungsmitteln findet man Magnesiumglycinat meist in Kapseln, Tabletten oder als Pulver. Auf der Zutatenliste erscheint es manchmal auch unter der Bezeichnung Magnesiumbisglycinat – gemeint ist dieselbe Verbindung.

Woraus besteht Magnesiumglycinat?

Magnesiumglycinat setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: dem Mineralstoff Magnesium und der Aminosäure Glycin. Glycin ist eine der kleinsten Aminosäuren und ein natürlicher Eiweißbaustein, der auch im menschlichen Körper vorkommt und über proteinreiche Lebensmittel aufgenommen wird. In der Verbindung dient Glycin als Bindungspartner für das Magnesium.

Ist Magnesiumglycinat ein Medikament? Nein. Magnesiumglycinat ist ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Arzneimittel. Es dient dazu, die Ernährung zu ergänzen, ersetzt aber keine medizinische Behandlung. Wer unter Beschwerden leidet oder einen Mangel vermutet, sollte die Ursache ärztlich abklären lassen, statt sich allein auf ein Präparat zu verlassen.

Wie wirkt Magnesiumglycinat im Körper?

Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff, der als Co-Faktor an vielen enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt ist. Es unterstützt unter anderem die normale Funktion von Muskeln und Nerven sowie den Energiestoffwechsel. Die konkrete Wirkung einer Nahrungsergänzung hängt vom individuellen Versorgungsstatus ab.

Magnesium als Co-Faktor vieler enzymatischer Reaktionen

Magnesium ist an einer Vielzahl enzymatischer Reaktionen im Körper beteiligt. Enzyme sind Eiweiße, die biochemische Prozesse steuern – und viele von ihnen benötigen Magnesium als Co-Faktor, um richtig arbeiten zu können. Zu den Bereichen, in denen Magnesium eine Rolle spielt, gehören unter anderem:

  • Muskeln: Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei und ist am Zusammenspiel von Anspannung und Entspannung der Muskulatur beteiligt.
  • Nerven: Magnesium unterstützt die normale Funktion des Nervensystems und ist an der Reizweiterleitung beteiligt.
  • Energiestoffwechsel: Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei und spielt eine Rolle bei der Energiebereitstellung in den Zellen.
  • Knochen und Zähne: Magnesium trägt zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne bei.
  • Elektrolytgleichgewicht: Magnesium trägt zu einem normalen Elektrolytgleichgewicht im Körper bei.

Wichtig zu wissen: Diese Funktionen beziehen sich auf Magnesium allgemein, nicht ausschließlich auf die Glycinat-Form. Ob eine Nahrungsergänzung mit Magnesiumglycinat im Einzelfall sinnvoll ist, hängt davon ab, ob die Versorgung über die Ernährung ausreicht.

Welche Rolle spielt die Aminosäure Glycin?

Glycin ist eine nicht-essenzielle Aminosäure, die der Körper auch selbst bilden kann. Sie ist unter anderem am Aufbau von Eiweißen beteiligt und kommt in vielen proteinreichen Lebensmitteln vor. In Magnesiumglycinat übernimmt Glycin vor allem die Rolle des Bindungspartners, der das Magnesium in eine stabile, gut verträgliche Verbindung bringt.

Der gute Ruf von Magnesiumglycinat in Sachen Verträglichkeit wird häufig mit dieser Bindung in Verbindung gebracht. Belastbare Vergleiche, die eine Form pauschal als die wirksamste ausweisen, gibt es jedoch nicht – bei der Wahl sollten daher immer die individuelle Verträglichkeit und die persönlichen Bedürfnisse im Vordergrund stehen.

Für welche Bereiche wird Magnesiumglycinat typischerweise eingesetzt?

Magnesiumglycinat wird häufig von Menschen gewählt, die Wert auf eine gute Verträglichkeit legen. Typische Anwendungsbereiche sind die Unterstützung der normalen Muskelfunktion, des Nervensystems und des Energiestoffwechsels. Auch im Zusammenhang mit Entspannung und Schlaf wird die Form oft genannt – wissenschaftliche Belege für spezifische Effekte sind begrenzt.

Die folgenden Bereiche werden im Zusammenhang mit Magnesiumglycinat am häufigsten genannt:

  • Muskeln und körperliche Aktivität: Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei. Sportlich aktive Menschen achten daher häufig auf ihre Magnesiumversorgung, besonders in Phasen intensiver Belastung.
  • Nerven und innere Ruhe: Da Magnesium an der normalen Funktion des Nervensystems beteiligt ist, wird Magnesiumglycinat oft von Menschen gewählt, die sich in stressigen Phasen gezielt mit Magnesium versorgen möchten.
  • Schlaf und Entspannung: Viele Anwender nehmen Magnesiumglycinat abends ein, weil sie sich davon eine entspanntere Nachtruhe erhoffen. Ob die Form das Einschlafen tatsächlich unterstützt, ist individuell verschieden und nicht eindeutig belegt.
  • Alltägliche Versorgung: Wer über die Ernährung nur schwer auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr kommt, nutzt Magnesiumglycinat als Ergänzung zur täglichen Ernährung – nicht als Ersatz für sie.

Wirkt Magnesiumglycinat beim Einschlafen? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Viele Menschen nehmen Magnesiumglycinat bewusst am Abend ein und berichten von einem entspannteren Gefühl vor dem Zubettgehen. Wissenschaftlich eindeutig belegt ist eine schlaffördernde Wirkung jedoch nicht. Bei anhaltenden Schlafproblemen sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden, statt sich allein auf ein Nahrungsergänzungsmittel zu verlassen.

Für wen eignet sich Magnesiumglycinat besonders?

Magnesiumglycinat eignet sich vor allem für Menschen, die empfindlich auf Magnesiumpräparate reagieren oder eine gut verträgliche Form suchen. Auch wer seine Magnesiumzufuhr über ein Nahrungsergänzungsmittel ergänzen möchte, greift häufig zu dieser Form. Bei Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme sollte vorab ärztlicher Rat eingeholt werden.

  • Menschen mit empfindlichem Magen: Magnesiumglycinat gilt als magenfreundlich und wird daher oft von Personen gewählt, die andere Magnesiumformen nicht gut vertragen haben.
  • Personen mit erhöhtem Bedarf: In Lebensphasen mit erhöhtem Magnesiumbedarf – etwa bei intensiver körperlicher Aktivität oder in stressigen Zeiten – kann eine Ergänzung sinnvoll sein. Ob tatsächlich ein Mehrbedarf besteht, lässt sich am besten ärztlich klären.
  • Menschen, die Wert auf Verträglichkeit legen: Wer ein Magnesiumpräparat über einen längeren Zeitraum einnehmen möchte, achtet besonders auf eine gute Verträglichkeit – ein Bereich, in dem Magnesiumglycinat seinen guten Ruf hat.

Welche Anzeichen können auf einen Magnesiummangel hindeuten?

Ein tatsächlicher Magnesiummangel lässt sich nur über eine ärztliche Untersuchung feststellen. Die folgenden Anzeichen werden häufig mit einer unzureichenden Magnesiumversorgung in Verbindung gebracht, können aber auch viele andere Ursachen haben:

AnzeichenEinordnung
Muskelkrämpfe, etwa in den WadenKönnen mit Magnesium zusammenhängen, haben aber oft auch andere Ursachen wie Flüssigkeitsmangel oder Überlastung.
Müdigkeit und ErschöpfungSehr unspezifisch – viele Faktoren von Schlafmangel bis zu anderen Nährstoffdefiziten kommen infrage.
Muskelzuckungen, zum Beispiel am AugenlidTreten häufig bei Stress oder Müdigkeit auf und sind meist harmlos, können aber Anlass für eine ärztliche Abklärung sein.
Innere UnruheKann viele Auslöser haben; eine einseitige Ernährung sollte ebenso geprüft werden wie Stressbelastung.

Hinweis: Diese Anzeichen ersetzen keine Diagnose. Wer einen Magnesiummangel vermutet, sollte Blutwerte und mögliche Ursachen mit einer Ärztin oder einem Arzt besprechen, bevor ein Präparat eingenommen wird.

Kann man Magnesiumglycinat dauerhaft einnehmen? Grundsätzlich ist eine längerfristige Einnahme bei Beachtung der Dosierungsangaben auf der Packung möglich. Sinnvoll ist es dennoch, die Einnahme in regelmäßigen Abständen ärztlich zu überprüfen – insbesondere dann, wenn sich die Lebensumstände, die Ernährung oder die Medikamenteneinnahme ändern.

Wie unterscheiden sich die gängigen Magnesiumformen?

Magnesium wird in Nahrungsergänzungsmitteln in verschiedenen Verbindungen angeboten, etwa als Glycinat, Citrat, Oxid, Malat oder Carbonat. Die Formen unterscheiden sich in ihrer chemischen Struktur und in der Verträglichkeit. Pauschale Aussagen, welche Form die beste ist, lassen sich seriös nicht treffen – die Wahl hängt von den individuellen Bedürfnissen ab.

FormChemische VerbindungTypische VerwendungHinweis zur Verträglichkeit
MagnesiumglycinatMagnesium gebunden an GlycinHäufig gewählt, wenn Wert auf Magenfreundlichkeit gelegt wirdGilt als gut verträglich und magenfreundlich
MagnesiumcitratMagnesium gebunden an ZitronensäureEine der am weitesten verbreiteten Formen in NahrungsergänzungsmittelnGilt als gut verträglich; kann in höherer Dosierung abführend wirken
MagnesiumoxidMagnesium gebunden an SauerstoffEnthält viel elementares Magnesium pro TabletteGilt als weniger gut verträglich als organische Formen
MagnesiumcarbonatMagnesium gebunden an KohlensäureUnter anderem in Pulverform erhältlichGilt als mild; individuelle Verträglichkeit beachten

Zur Bioverfügbarkeit der einzelnen Formen kursieren viele Aussagen. Seriös lässt sich sagen: Magnesiumglycinat wird eine gute Bioverfügbarkeit nachgesagt, belastbare Vergleichsstudien, die eine Form eindeutig als die am besten aufnehmbare ausweisen, sind jedoch rar. Lassen Sie sich daher nicht von prozentualen Versprechen auf Werbeseiten leiten, sondern achten Sie auf die Verträglichkeit im eigenen Alltag.

Ist Magnesium Glycinat besser als Magnesiumcitrat? Beide Formen gelten als gut verträglich, und keine von beiden ist pauschal überlegen. Magnesiumglycinat wird häufig bei empfindlichem Magen bevorzugt, während Magnesiumcitrat zu den am weitesten verbreiteten Formen überhaupt zählt. Welche Form im Einzelfall besser passt, zeigt am Ende nur der eigene Versuch – idealerweise nach Rücksprache mit Arzt oder Apotheker.

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Wie wird Magnesiumglycinat eingenommen?

Magnesiumglycinat wird meist in Form von Kapseln, Tabletten oder Pulver angeboten und mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen. Entscheidend ist die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Packung, da sich Produkte unterscheiden. Die Referenzwerte der DGE liegen bei etwa 300 Milligramm Magnesium pro Tag für Frauen und 350 Milligramm für Männer.

Bei der Einnahme haben sich die folgenden Schritte bewährt:

  1. Packungsangaben lesen: Jedes Produkt ist anders dosiert. Halten Sie sich an die empfohlene Tagesmenge des Herstellers und überschreiten Sie sie nicht eigenmächtig.
  2. Mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen: Kapseln und Tabletten sollten mit einem großen Glas Wasser eingenommen werden. Pulver wird nach Packungsangabe in Wasser aufgelöst.
  3. Einnahmezeitpunkt wählen: Einen wissenschaftlich belegten idealen Zeitpunkt gibt es nicht. Viele nehmen Magnesiumglycinat abends ein, andere morgens – entscheidend ist die regelmäßige Einnahme.
  4. Auf den eigenen Körper achten: Beobachten Sie, wie Sie das Präparat vertragen. Bei Beschwerden sollte die Einnahme überdacht und ärztlicher Rat eingeholt werden.
  5. Bei Unsicherheit nachfragen: Wer Medikamente einnimmt, schwanger ist oder an einer Erkrankung leidet, sollte die Einnahme vorab mit Arzt oder Apotheker besprechen.

Wann sollte man Magnesiumglycinat einnehmen – morgens oder abends? Dafür gibt es keine allgemeingültige Regel. Manche Menschen nehmen es morgens als Teil ihrer Routine, andere abends, weil sie sich davon mehr Entspannung erhoffen. Wichtiger als der Zeitpunkt ist die Regelmäßigkeit – und dass die Einnahme gut in den eigenen Tagesablauf passt.

Eine konkrete Dosierungsempfehlung für den Einzelfall kann und sollte dieser Ratgeber nicht geben. Orientieren Sie sich an den Referenzwerten für die Magnesiumzufuhr, den Angaben auf der Packung und – bei Fragen oder Vorerkrankungen – an ärztlichem Rat.

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Welche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sind möglich?

Magnesiumglycinat gilt als gut verträglich, dennoch können Nebenwirkungen auftreten – vor allem bei zu hoher Dosierung. Hohe Dosen von Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln können abführend wirken. Zudem sind Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten möglich, weshalb bei Medikamenteneinnahme ärztlicher Rat grundsätzlich immer wichtig ist.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Bei normaler Dosierung treten Nebenwirkungen selten auf. Werden jedoch deutlich höhere Mengen eingenommen als empfohlen, sind vor allem Beschwerden im Magen-Darm-Bereich möglich:

  • Abführende Wirkung: Hohe Dosen von Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln können abführend wirken. Das gilt für Magnesiumformen allgemein und ist ein Zeichen dafür, dass die Dosis zu hoch gewählt wurde.
  • Magen-Darm-Beschwerden: In Einzelfällen können leichte Beschwerden wie Völlegefühl oder Übelkeit auftreten – Magnesiumglycinat gilt hier allerdings als vergleichsweise sanft.
  • Überdosierung vermeiden: Halten Sie sich an die Dosierungsangabe auf der Packung. Mehr hilft nicht mehr – und erhöht nur das Risiko für Nebenwirkungen.

Welche Wechselwirkungen sind möglich?

Nahrungsergänzungsmittel können die Aufnahme oder Wirkung von Medikamenten beeinflussen – das gilt grundsätzlich auch für Magnesiumpräparate. Beachten Sie daher die folgenden Punkte:

  • Medikamente: Magnesium kann mit bestimmten Arzneimitteln wechselwirken, zum Beispiel die Aufnahme einzelner Wirkstoffe verändern. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte die Einnahme von Magnesiumglycinat vorab mit Arzt oder Apotheker besprechen.
  • Zeitlicher Abstand: Häufig wird empfohlen, zwischen Magnesiumpräparaten und Medikamenten einen zeitlichen Abstand einzuhalten. Wie groß dieser sein sollte, hängt vom jeweiligen Medikament ab – fragen Sie in der Apotheke nach.
  • Nierenerkrankungen: Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion scheiden Magnesium schlechter aus. Für sie ist eine Nahrungsergänzung mit Magnesium nur nach ausdrücklicher ärztlicher Freigabe infrage kommend.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: In dieser Lebensphase sollten Nahrungsergänzungsmittel grundsätzlich nur nach Rücksprache mit der betreuenden Ärztin oder dem betreuenden Arzt eingenommen werden.

Welche Lebensmittel enthalten natürlicherweise Magnesium?

Magnesium steckt in vielen pflanzlichen Lebensmitteln. Gute Quellen sind Nüsse und Samen, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, grünes Gemüse sowie magnesiumhaltiges Mineralwasser. Eine ausgewogene Ernährung deckt den Bedarf in der Regel ab – Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für sie. Wer unsicher ist, ob die eigene Versorgung ausreicht, sollte dies ärztlich abklären lassen.

LebensmittelgruppeBeispieleHinweis
Nüsse und SamenMandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Sonnenblumenkerne, KürbiskerneZählen zu den magnesiumreichsten Lebensmitteln; als Snack oder Topping vielseitig einsetzbar.
VollkorngetreideHaferflocken, Vollkornbrot, Naturreis, VollkornnudelnVollkornvarianten enthalten deutlich mehr Magnesium als stark verarbeitete Weißmehlprodukte.
HülsenfrüchteLinsen, Bohnen, Kichererbsen, ErbsenLiefern neben Magnesium auch Eiweiß und Ballaststoffe.
Grünes GemüseSpinat, Brokkoli, Grünkohl, MangoldDas Blattgrün enthält Magnesium als Bestandteil des Chlorophylls.
MineralwasserMagnesiumhaltige MineralwässerDer Magnesiumgehalt steht auf dem Etikett – ein Blick lohnt sich beim Einkauf.
Weitere QuellenBananen, Kakaopulver, TofuKönnen die Versorgung im Rahmen einer abwechslungsreichen Ernährung sinnvoll ergänzen.

Tipp: Wer seine Magnesiumzufuhr über die Ernährung verbessern möchte, setzt am besten auf Vollkornprodukte statt Weißmehl, eine Handvoll Nüsse am Tag und reichlich Gemüse. Kleine Umstellungen im Alltag summieren sich – ganz ohne Präparat.

Woran erkennt man ein hochwertiges Produkt?

Bei Magnesiumglycinat-Produkten lohnt ein Blick auf Zutatenliste und Kennzeichnung. Hochwertige Produkte zeichnen sich durch eine transparente Deklaration, wenige Zusatzstoffe und eine nachvollziehbare Dosierungsangabe aus. Gütesiegel und unabhängige Laborprüfungen können zusätzliche Orientierung bieten. Vergleichen Sie mehrere Produkte in Ruhe, bevor Sie sich entscheiden.

KriteriumDarauf sollten Sie achten
Deklaration der FormAuf der Packung sollte klar stehen, dass es sich um Magnesiumglycinat (ggf. Magnesiumbisglycinat) handelt – nicht nur allgemein um „Magnesium“.
Angabe des MagnesiumgehaltsSeriöse Produkte geben an, wie viel elementares Magnesium eine Tagesportion enthält.
ZusatzstoffeJe kürzer die Zutatenliste, desto besser. Unnötige Farbstoffe, Aromen oder Füllstoffe sind kein Qualitätsmerkmal.
DosierungsangabeEine klare Verzehrempfehlung pro Tag sollte auf der Packung stehen – vage Angaben sind ein Warnsignal.
Prüfung und SiegelUnabhängige Laborprüfungen oder anerkannte Qualitätssiegel sprechen für eine sorgfältige Herstellung.
Seriöser AnbieterKaufen Sie bei bekannten Herstellern oder Apotheken statt bei anonymen Händlern mit übertriebenen Werbeversprechen.

Vorsicht bei Heilsversprechen: Anbieter, die mit konkreten Prozentangaben zur Bioverfügbarkeit, wundersamen Wirkungen oder der „besten Magnesiumform der Welt“ werben, sollten Sie skeptisch machen. Seriöse Hersteller informieren sachlich und verweisen auf eine ausgewogene Ernährung als Grundlage.

Häufig gestellte Fragen

Hier beantworten wir die Fragen zu Magnesiumglycinat, die besonders häufig gestellt werden – kurz und sachlich.

Ist Magnesiumglycinat das Gleiche wie Magnesium?
Magnesiumglycinat ist eine bestimmte chemische Form von Magnesium, bei der das Mineral an die Aminosäure Glycin gebunden ist. „Magnesium“ ist der Oberbegriff für den Mineralstoff, der in Nahrungsergänzungsmitteln in verschiedenen Verbindungen – etwa als Glycinat, Citrat oder Oxid – angeboten wird.

Wie schnell wirkt Magnesiumglycinat?
Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Nahrungsergänzungsmittel wirken nicht wie Medikamente mit sofortigem Effekt; ob und wann sich eine Veränderung bemerkbar macht, hängt vom individuellen Versorgungsstatus, der Dosierung und der Dauer der Einnahme ab. Geduld und Regelmäßigkeit sind wichtiger als schnelle Erwartungen.

Kann man Magnesiumglycinat auf nüchternen Magen einnehmen?
Magnesiumglycinat gilt als magenfreundlich, viele Menschen vertragen es auch unabhängig von den Mahlzeiten. Wer einen empfindlichen Magen hat, nimmt es sicherheitshalber zu einer Mahlzeit oder mit ausreichend Flüssigkeit ein. Bei Beschwerden hilft ein Wechsel des Einnahmezeitpunkts – oder ein Gespräch mit dem Apotheker.

Ist Magnesiumglycinat in der Schwangerschaft geeignet?
In Schwangerschaft und Stillzeit sollten Nahrungsergänzungsmittel grundsätzlich nur nach Rücksprache mit der betreuenden Ärztin oder dem betreuenden Arzt eingenommen werden. Das gilt auch für Magnesiumpräparate, selbst wenn sie als gut verträglich gelten.

Kann Magnesiumglycinat Nebenwirkungen haben?
Ja, vor allem bei zu hoher Dosierung. Hohe Dosen von Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln können abführend wirken. Bei Einhaltung der Dosierungsangaben auf der Packung treten Nebenwirkungen selten auf. Menschen mit Nierenerkrankungen sollten Magnesiumpräparate nur nach ärztlicher Freigabe einnehmen.

Ist Magnesiumglycinat besser als andere Magnesiumformen?
Keine Magnesiumform ist pauschal die beste – das hängt von Verträglichkeit und persönlichen Bedürfnissen ab. Magnesiumglycinat gilt als besonders magenfreundlich, Magnesiumcitrat zählt zu den am weitesten verbreiteten Formen. Wer unsicher ist, lässt sich in der Apotheke oder von einem Arzt beraten.

Kann man Magnesiumglycinat zusammen mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln einnehmen?
Grundsätzlich ja, doch Nahrungsergänzungsmittel können sich gegenseitig in der Aufnahme beeinflussen. Wer mehrere Präparate kombiniert oder zusätzlich Medikamente einnimmt, sollte die Kombination mit Arzt oder Apotheker besprechen, statt sie auf eigene Faust zusammenzustellen.

Wie sollte Magnesiumglycinat aufbewahrt werden?
Wie die meisten Nahrungsergänzungsmittel: kühl, trocken und lichtgeschützt sowie außerhalb der Reichweite von Kindern. Beachten Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Aufbewahrungshinweise auf der Packung.

Ersetzt Magnesiumglycinat eine ausgewogene Ernährung?
Nein. Nahrungsergänzungsmittel ergänzen die Ernährung, ersetzen sie aber nicht. Eine abwechslungsreiche Kost mit Vollkornprodukten, Nüssen, Hülsenfrüchten und Gemüse bleibt die wichtigste Grundlage für eine ausreichende Magnesiumversorgung.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Er stellt keine Empfehlung für eine bestimmte Dosierung oder ein bestimmtes Produkt dar. Bei Verdacht auf einen Magnesiummangel, bei bestehenden Erkrankungen – insbesondere Nierenerkrankungen –, bei Medikamenteneinnahme sowie in Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie vor der Einnahme von Magnesiumglycinat eine Ärztin oder einen Arzt bzw. eine Apothekerin oder einen Apotheker um Rat fragen.

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